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Der Schrank meiner Träume

oder warum meine persönliche Krise gleichzeitig meine größte Chance war!

Vor fast genau 20 Jahren hatte ich schon 3 gescheiterte Versuche einer künstlichen Befruchtung hinter mir und ich war nicht nur unglücklich, sondern fühlte mich wie nach einem Kampf – einfach erschöpft, körperlich und seelisch. Die gut gemeinten Ratschläge aus unserem Familienkreis – mein Mann hat 5 Geschwister und gemeinsam hatten sie meinen Schwiegereltern bereits 12 Enkelkinder geschenkt – brachten mich auch nicht weiter. 

Diese vermeintlich gut gemeinten Ratschläge, aus denen oft genug auch Schuldzuweisungen herauszuhören waren, machten mich traurig und wütend zu gleich. Heute weiß ich, dass die Menschen um mich herum, es nicht böse meinten, sie waren selbst hilflos und dachten, dass sich durch Veränderungen im „Außen“ mein Kinderwunsch erfüllen würde. Frei nach dem Motto, wenn Du nur fest genug daran glaubst und alles dafür tust, dann wird sich Dein Wunsch auch erfüllen. Ich allerdings, fühlte mich wie die Wurzel allen Übels, weil das „Problem“ in meinem Körper lag.

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Foto von Annette Wiese

Meine Mutter spürte, dass ich unglücklich war und sah, dass ich auf dem besten Weg war, mich selbst zu verlieren. Heute sagt sie, dass sie es kaum mit ansehen konnte, wie meine Schuldgefühle mich immer kleiner machten. Und dann tat sie intuitiv etwas unglaublich Kluges: 

Sie überreichte mir ein kleines verschlossenes Schränkchen - den Schrank meiner Träume!

Folgende Worte begleiteten dieses wertvolle Geschenk:

  • Stell dieses kleine Schränkchen an einen Platz in Eurer Wohnung, an dem das Schränkchen jeden Tag für Dich zu sehen ist.
  • Versuche nicht dieses Schränkchen zu öffnen!
  • Denke darüber nach wer Du bist und was Du in Deinem Leben erreichen möchtest.
  • Denke auch darüber nach, was Dich als Mensch ausmacht und lass dabei sämtliche „Wenns“ und „Abers“ außer Acht.
  • Ruf Dir die schönsten Momente in Deinem Leben in Erinnerung und überlege, was all diese Momente für Dich gemeinsam haben, welche Werte und Gefühle in diesen Momenten eine Rolle spielten.

Ich fand es unglaublich schön, dass meine Mutter sich etwas für mich – ihre Tochter, überlegt hatte, auch wenn ich im ersten Moment mit dem Schränkchen gar nicht so richtig etwas anzufangen wusste. Aber es beschäftigte mich.

Schon auf der Heimfahrt dachte ich darüber nach, welchen Platz ich diesem Schränkchen geben wollte. Ich fuhr nach Hause und stellte es auf den Tisch neben meinem Bett. Ich nahm es wahr - jeden Morgen und jeden Abend – auch tagsüber dachte ich oft an das Schränkchen und an die begleitenden Worte meiner Mutter. Ich begann mich mit mir selbst zu beschäftigen. Ich stellte mir tatsächlich Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was macht mich aus?
  • Was habe ich bisher erreicht?
  • Wie fühle ich mich in der Partnerschaft mit meinem Mann?
  • Was bereichert mein Leben?
  • Was belastet mich?
  • Welche schönen Momente gab es bisher in meinem Leben?
  • War ich in diesen Momenten glücklich und warum?
  • Wie habe ich mich selbst in den vergangenen Jahren wahrgenommen? Wie nehme ich mich jetzt gerade wahr?

All das sind Fragen, die ich nicht mal eben abgearbeitet habe, vielmehr war es ein Prozess, der mich auch oft traurig machte, bei dem ich meinen Tränen freien Lauf ließ. Ich schrieb meine Gedanken auf, nur für mich. Jede Seite, die ich schrieb, nahm mir ein Stück dieser Schwere, die ich in mir spürte. Nach einigen Wochen spürte ich, dass ich wieder mehr Power, mehr Energie hatte. Das besagte Schränkchen rückte immer mehr in den Hintergrund.

Was war passiert? Ich hatte gelernt, mich selbst aus einer anderen Perspektive zu betrachten, mich selbst wieder in den Fokus meines eigenen Lebens zu stellen.

Ich war nicht die Annette, die ich vor der herausfordernden Zeit unseres Kinderwunsches war. Vielmehr hatte ich Klarheit über mich als Mensch gewonnen, gefiel mir wieder selbst und wurde zu der Frau, die ich immer sein wollte.

Was ich Euch damit sagen möchte: 

Die Zeit des unerfüllten Kinderwunsches fühlt sich an wie eine große Lebenskrise und das ist sie auch! Keiner von uns hat vor dem Wunsch nach einem Kind jemals ernsthaft in Erwägung gezogen, dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen könnte. 

Wir alle kennen diesen Satz: „In jeder Krise liegt die Chance für Veränderung.“ 

Im Chinesischen setzt sich das Wort Krise aus 2 Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet „Gefahr“ und das andere „Gelegenheit“.

Aber was ist der wesentliche Inhalt dieses klugen Satzes? In dem Moment, in dem Du erkennst, dass Du Dich in einer Krise befindest, wird sie bereits zur Vergangenheit und Vergangenes kannst Du nicht ändern. Du selbst allerdings, hast Einfluss auf die Zukunft.

Ich danke meiner Mutter, dass sie mich damals auf so einfühlsame Art und Weise auf den Weg geschickt hat. Heute als Coach, bin ich davon überzeugt, dass genau dieser Weg mich zu einer glücklichen Mutter machte.

Kiwuco nimmt Euch an die Hand und wir als Coaches gehen mit Euch gemeinsam diesen Weg. 

 

Eure Annette

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